Trümmersuchhunde

Die Ausbildung zum zuverlässigen Trümmersuchhund unterscheidet sich in einigen Punkten deutlich von der zum Flächensuchhund und ist um einiges anspruchsvoller. Damit sich die Hunde sicher auf Trümmern bewegen können, muss das Begehen unebener Untergründe und bedrohlich wirkender Höhen von klein auf trainiert werden. In den Trümmern sehen die Hunde die vermissten Personen außerdem nicht, sie haben nur den Geruch. Dass sie sich dennoch unbeirrt auf ihre Nase verlassen, eigenständig den Punkt mit der stärksten Witterung herausarbeiten und dann auch noch den zielgerichteten Punkt anzeigen, unter dem die Person verschüttet liegt, bedarf es einer sorgfältigen Ausbildung, die viel Zeit, Aufwand und Erfahrung erfordert. Dass diese optimale Vorbereitung für den relativ seltenen Einsatzfall wichtig ist, zeigen nicht zuletzt das Baustellenunglück im Dezember 2015 in Delmenhorst, der Scheuneneinsturz im Mai 2017 in Verden oder die Katastrophe von Beirut im August 2020.